Als berufspolitische Organisation...

möchte die PZVD aktiv teilnehmen an gesundheitspolititschen Diskussionen. Die Presse ist neben unseren direkten Partnern unser wichtigster Verbreitungsweg.

Wir freuen uns daher über jede sachgerechte und umfängliche Zitierung unserer Positionen und stehen natürlich gern persönlich für weitere Informationen zur Verfügung.

Unter “Pressemitteilungen” und “die Meinung” finden Sie aktuelle Beiträge.

1909 - Petition fordert faire Neuregelung für Zahnmedizin

Die Privatzahnärzte Deutschlands haben eine öffentliche Petition an den Deutschen Bundestag angestoßen, die die komplette Neuregelung der zahnmedizinischen Gebührenwelt fordert.

„Das sollten alle Patienten und alle Zahnarztpraxen unterschreiben! Wir Zahnärzte wollen keine Zweiklassenmedizin, wir wollen die individuell beste Medizin für jeden Patienten, jede Patientin! Vier Gebührenordnungen mit nachgeordneten Richtlinien und eine Liste von mehr als 140 Behandlungen, die da immer noch nicht enthalten sind – wer soll da durchsteigen?“

Laut Dr. Georg Kolle, dem Präsidenten der Privatzahnärzte versteht kaum ein Patient den Heil- und Kostenplan oder die Rechnung.
„Das ist auch nicht verwunderlich, denn seit 4 Jahrzehnten wird das immer nur komplizierter gemacht, es reicht! Wir wollen Medizin machen und nicht den Mangel der Kassen verwalten das sollen die Versicherer machen. Statt dessen mischen die sich pauschal aus der Ferne in Behandlungen ein, um auf Kosten der Patienten Ausgaben zu sparen. Das haben wir satt! Zahnmediziner machen Zahnmedizin, Versicherer tragen die versicherten Risiken, so sollte es sein! Dafür braucht es endlich klare und verständliche Regeln.“

Mit der kostenfreien Plattform www.zahnarztrechnung.info hat der Zahnarzt und Oralchirurg eine Informationsplattform für Patienten und Praxen geschaffen, die Textbausteine für typische Erstattungsprobleme bietet.
„Dabei ist mir klar geworden, dass die Gebührenordnungen strukturell krank sind. Das macht uns in der Praxis das Leben schwer, unter anderem, weil Medizin und Versicherung nicht klar getrennt sind. In der Folge wird Medizin reguliert statt Erstattung, das ist falsch!“

Kolle fordert eine vollkommene Neuregelung für die Zahnmedizin, die transparent sein sollte und Medizin klar von Versicherungsaspekten trennt. Um zu beweisen, dass dies geht, hat er eine einheitliche Gebührenordnung für Zahnmedizin entwickelt (www.die-neue-goz.de), die Patienten ermöglichen soll, mit einem Blick zu sehen, wie hoch die Erstattung von der Kasse oder der Zusatzversicherung ausfallen müsste.

Die Petition, die unter der Adresse www.openpetition.de/!fmcpk zu finden ist, sei allgemeiner gehalten, nicht auf seine eGOZ bezogen. Sie fordert eine Neuregelung der zahnmedizinischen Gebührenwelt, die auch die Erstattungsseite berücksichtigen soll und sei ganz deutlich pro Patient ausformuliert.
„Patienten handeln eigennützig, wenn sie zu uns kommen und das ist in Ordnung. Wir sollen ihnen persönlich helfen, nicht dem Durchschnitt aller Patienten. Wir haben den Beruf erlernt, um genau das zu tun: Patienten zu helfen. Deswegen setzen wir uns vollumfänglich für unsere Patienten als Individuen ein, auch politisch.“

Die Petition kann online unterschrieben werden, dort oder unter www.pzvd.de stehen auch Formulare zur Unterschrift auf Papier bereit.

 

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Pressekontakt: Dr. Georg Kolle – praesident@pzvd.de – 0179 – 290 96 81

1801 - Neuer Vorstand der PZVD

Generationswechsel in der Privatzahnärztlichen Vereinigung Deutschlands e.V. (PZVD): Dr. Wilfried Beckmann aus Gütersloh, ist nach 10 Jahren an der Spitze der PZVD bei der diesjährigen Mitgliederversammlung nicht mehr angetreten.

Als Nachfolger wählten die Delegierten Mitte Januar in Hamburg Dr. Georg C. Kolle, Privatzahnarzt aus Gifhorn, zum
neuen Präsidenten der PZVD.

Dr. Kolle, seit 2001 niedergelassen und seit 2006 Privatzahnarzt, betritt mit der Übernahme des Ehrenamts in der PZVD kein Neuland. Er war als Vorstandsmitglied lange Jahre an der Seite von Dr. Wilfried Beckmann und prägte die Arbeit im Vorstand mit. So orientiert sich das von der PZVD ins Leben gerufene „private Behandlungskonzept“ streng am Bedarf des Patienten und damit an den medizinischen Erfordernissen an Prophylaxe und Heilung mit bestmöglicher Versorgung nach dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik und letztlich auch am Patientenwunsch. Im Mittelpunkt steht der Mensch, die Einflussnahme von Dritten, z.B. Kostenerstattern, auf die Behandlungsplanung lehnt die PZVD ab.

Mit dem Rückzug von Dr. Wilfried Beckmann aus dem Vorstand der PZVD geht auch eine Ära zu Ende. Sein langes, ehrenamtliches Engagement an der Spitze von diversen (standes)politischen Verbänden und Vereinen, darunter der Freie Verband Deutscher Zahnärzte, dessen Vorsitzender er von 1997 bis 2005 war, war und ist geprägt von dem Streben nach „Zahnmedizin gelebt in der privaten Rechtsbeziehung zwischen Patient und Zahnarzt“. Dabei war Beckmann nie der standespolitische Hardliner, sondern eher der Stratege. „Wir können dem Gesundheitssystem den Spiegel vorhalten, aber nicht eine Machtfrage stellen“, sagte er in einem Interview 2008.

Auch Dr. Marcus Flach beendet seine langjährige Mitarbeit im Vorstand, für den er den PZVD-Brief redigiert und Verbandskontakte gehalten hat. Dafür und für seine vorbildliche Tätigkeit als Schatzmeister schuldet die Vereinigung ihm tiefen Dank!

Das Hauptaugenmerk des neuen Präsidenten gilt einer Erneuerung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) mit dem Ziel, das Thema Erstattung deutlich mehr in den Vordergrund zu rücken, während das Praxisteam realistische Honorare für eine zukunftsoffene Zahnmedizin erhält.

Der Vorstand der PZVD hat sich insgesamt verjüngt, ohne auf die Expertise durch langjährige Vorstandsmitglieder zu verzichten. Für Erfahrung stehen sicherlich der neue Vizepräsident Dr. Christian Lex aus Nürnberg sowie Generalsekretär Dr. Gerd Mayerhöfer aus Düsseldorf. Beide geben seit vielen Jahre durch ihr Engagement in der Vorstandsarbeit wichtige Impulse für die Ausrichtung der PZVD. Schatzmeister Joachim Hoffmann aus Kirchhundern gehört zu den Erfahrenen in Hinblick auf die politische Ausrichtung. Neu im Vorstand sind die beiden Beisitzer Dr. Tore Thomsen aus Hamburg und Dr. (syr.) Noëlle Minas aus Gifhorn.

In wenigen Sätzen fasst Dr. Kolle zusammen, worin er das derzeitige Arbeitsfeld für zahnärztliche Berufspolitik sieht:

„Medizin muss so unabhängig sein, dass Versicherungsaspekte keinen Einfluss auf die Erbringung der Leistung haben, egal ob eine Bürgerversicherung oder das bewährte duale System die Erstattungsseite regeln. Freiheit liegt schließlich nicht darin, allen Menschen eine identische Behandlung angedeihen zu lassen, sondern Freiheit liegt in der eigenen privaten Entscheidung. Jedem Bürger muss jede Behandlung offen stehen.“

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