Sozialgesetzbuch

"Die Behandlung muss ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein."

Keine Frage: Diese Vorschrift aus dem 5. Sozialgesetzbuch, das das gesetzliche Krankenversicherungssystem beschreibt, trifft für viele Bereiche des zahnmedizinischen Wirkens zu.

Eine Spritze bleibt eine Spritze, ob sie der Kassenzahnarzt oder der Privatzahnarzt setzt (obwohl auch das sehr unterschiedlich ausgeführt werden kann).

Aber sobald eine intensive und umfangreiche Behandlung erforderlich wird, legt sich diese Vorschrift aus der Kassenmedizin wie eine unsichtbare Fessel um die Hand des Zahnarztes und erlaubt oft nur Stückwerk, wo eine ganzheitliche Behandlung zum Wohle des Patienten - und zur Vermeidung von Folgekosten - ratsam wäre. Es ist, als ob Sie bei einem einsturzgefährdeten Haus zuerst ein, zwei undichte Fenster erneuern, statt nach den Ursachen zu forschen und aus diesen Erkenntnissen die Grundsubstanz - das tragende Gerüst - zu sanieren. Bei Ihren Zähnen sind dies das Zahnfleisch und der Kiefer.

Die zahnmedizinischen Fortschritte erlauben heute Behandlungsmöglichkeiten, die noch vor Jahren undenkbar waren. Sie erfordern aber auch einen höheren Aufwand, Zeit natürlich - und das Können des Zahnarztes.

Die Privatzahnärzte bieten völlige Behandlungsfreiheit.

Tipp zur Kostenerstattung

Für sozialversicherte Patienten besteht nach § 13 des SGB V die Möglichkeit einer teilweisen Kostenerstattung von privatzahnärztlichen Behandlungen durch die Krankenkasse.

Ein Teil der anfallenden Kosten kann auch durch eine Zusatzversicherung abgedeckt werden.

Letzlich bleibt die Erkenntnis, dass man nicht alles im Leben versichern kann.

Wichtig ist, dass man das Leben nicht verwaltet, sondern lebt.